Zeichnen
Zum Zeichnen braucht es weniger, als die Regale vermuten lassen: ein paar Graphitstifte in verschiedenen Härten, etwas zum Aufhellen und Papier, das den Radierer verträgt. Alles Weitere kommt mit der Übung – und mit der Frage, ob Sie in Grautönen oder in Farbe arbeiten wollen.
Graphit und Monochrom
Ein Graphit-Set deckt die Spanne von harten Minen für die Vorzeichnung bis zu weichen für Schatten ab. Monochrome-Sets ergänzen Kohle, Rötel, Sepia und Weißstifte – damit lassen sich Lichter setzen, was mit Graphit allein nicht geht. Der Knetradiergummi ist hier wichtiger als der klassische Radierer: Er nimmt Graphit auf, ohne das Papier aufzurauen, und lässt sich für feine Lichter zuspitzen.
In Farbe
Künstlerfarbstifte unterscheiden sich von Schulbuntstiften durch Pigmentierung und Lichtbeständigkeit – die Farbe bleibt über Jahre, und die Stifte lassen sich schichten, statt zu verschmieren. Ölbasierte Minen wie Polychromos bleiben dabei fester und brechen seltener als wachsbasierte.
Papier
Glattes Papier zeigt feine Linien, raues nimmt mehr Pigment auf und gibt Struktur. Für Bleistiftzeichnungen ist eine leichte Körnung der beste Kompromiss. Wichtig ist die Grammatur: Unter 120 g/m² wellt sich das Blatt, sobald mehrfach radiert wird.