Kalligraphie
Kalligraphie lebt vom Wechsel zwischen dünnen und breiten Linien. Erzeugt wird er auf zwei Wegen: durch eine feste Breitfeder, die je nach Haltewinkel unterschiedlich breite Striche zieht, oder durch eine flexible Spitzfeder, die unter Druck auseinandergeht. Welche Schrift Sie lernen möchten, entscheidet deshalb über die Ausrüstung – nicht umgekehrt.
Breitfeder oder Spitzfeder
Breitfedern sind die Wahl für gebrochene Schriften, Unziale und Italic. Der Winkel bleibt konstant, die Strichstärke ergibt sich aus der Richtung. Sie sind verzeihend und deshalb gut für den Einstieg – auch als Füllhalter mit Kalligrafiefeder, der ohne Tintenfass auskommt. Spitzfedern brauchen einen Federhalter und Tinte aus dem Glas. Sie reagieren auf Druck und ermöglichen die feinen Haarlinien der englischen Schreibschrift, verlangen aber mehr Übung.
Tinte und Papier
Nutzen Sie Tinte, die für Ihr Werkzeug freigegeben ist: Tusche verstopft Füllhalter, ist an der Stahlfeder aber gut aufgehoben. Entscheidend ist glattes, geschlossenes Papier – auf saugendem Papier fransen Haarlinien aus und die Feder hakt. Neue Stahlfedern haben einen Schutzfilm, den Sie vor dem ersten Gebrauch abwaschen sollten.